How to campaign against
a lack of faith -
Eine Analyse des britischen Unterhauswahlkampfs 2005
In Vorbereitung für ZPol Heft 2 2005 (September 2005)
Zusammenfassung
Der dritte Wahlsieg Labours ist ein historisches
Ereignis für die Partei und das politische System Großbritanniens.
Anders als 2001 war es kein von vorneherein ausgemachter Erfolg,
errungen in einer der schmutzigsten und umkämpftesten Kampagnen
der britischen Geschichte. Neben der erfolgreichen Positionierung
Labours in der Mitte des politischen Spektrums war es die seit Jahren
ausgezeichnete gesamtwirtschaftliche Lage in Großbritannien,
die für den Wahlausgang mitentscheidend war.
Die zentralisierte
Wahlkampfführung aller großen Parteien spielte mit unterschiedlichen
Ausprägungen eine wichtige Rolle. Zentrale politische Steuerung
ist dabei ein Funktionselement, das Labour seit 1997 auch in der
Regierungszentrale prominent etabliert hat. Mit einer geschrumpften
Mehrheit im Unterhaus steht die Regierung nach der Wahl vor neuen
Herausforderungen. Blair wird auf Fraktion und Partei zugehen – gleichzeitig
aber die politische Reformagenda New Labours weiter voranbringen
müssen.
Man wird weiter zentraler politischer Steuerung
bedürfen.
Ihr ist es zu verdanken, dass trotz der Krisen seit dem Beginn
des Irakkriegs, Labour erfolgreich als Regierungspartei handeln
kann.
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